BKA warnt vor Angriffen im Home Office

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BKA warnt vor Angriffen im Home Office

Wegen der Corona-Pandemie mussten 2020 viele Arbeitnehmer ins Home-Office wechseln. Das ist nicht nur positiv. Der aktuelle Lagebericht des Bundeskriminalamtes (BKA) zeichnet ein klares Bild: Mit dem Umstieg aufs Home-Office ist die Gefahr von Cyberattacken um einiges größer geworden. Für den Herbst sieht das Amt keine Erleichterung – mit den richtigen Tools lässt sich dem aber ein Riegel vorschieben.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat speziell zur Situation in der Pandemie einen Lagebericht veröffentlicht und untersucht darin die Cyberkriminalität in Deutschland. So wurde unter anderem eine gesteigerte Anzahl von DDoS-Angriffen festgestellt, die zum Ziel haben, die VPN-Netzwerke von Firmen lahmzulegen. Damit sind vor allem verwundbare Stellen in Rechnern der Mitarbeiter zu attraktiven Zielen für Angreifer geworden. Zudem geht weiterhin große Gefahr von Phishing-Mails und gefälschten Domains aus.

Außerdem haben sich die Angriffe auf das Remote-Desktop-Protokoll (RDP) vervielfacht. Das bestätigen Forscher des Antivirus-Herstellers ESET in einer kürzlich veröffentlichten Studie. Waren es im Januar in Deutschland noch 260.000 Attacken pro Tag, verzeichneten die Experten bereits im Juni 2020 knapp 3 Millionen Angriffe – das sind etwa 35 pro Sekunde! Erhöhte Vorsicht und technische Schutzmaßnahmen sind daher unerlässlich. Denn mit einer Besserung im Herbst ist laut BKA nicht zu rechnen – schließlich ist die Pandemie weiter im Gange und ein Ende nicht abzusehen. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen kann man den eigenen Rechner jedoch sinnvoll absichern.

Wenn Sie im Home-Office unter Windows arbeiten, geschieht das hoffentlich unter Windows 10. Alternativ würde ein voll gepatchtes Windows 8.1 auch noch funktionieren, aber Windows 7 geht gar nicht mehr. Seit Mitte Januar gibt es keine Sicherheits-Updates mehr für Windows 7. Privatnutzer sollten es nicht einsetzen und wer plötzlich auf dem Heim-PC arbeiten muss, gefährdet damit auch seine Firma. Also am besten umsteigen auf Windows 10, was mit dem Windows 10 Update Assistant am einfachsten klappt. Doch bevor Sie das tun, sollten Sie ein Backup machen, sonst droht Gefahr, dass ein Problem bei der Windows 10-Installation Ihr Home-Office gegen die Wand fährt.

Quelle: XING News