Die 72 Stunden Regel

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Die 72 Stunden Regel

Die 72 Stunden Regel besagt, dass 99% aller Vorhaben und Absichten, mit deren Umsetzung du nicht innerhalb von 72 Stunden beginnst, niemals umgesetzt werden.

Wie häufig waren wir schon von einer Idee oder einem guten Vorsatz hellauf begeistert?

Und wenn wir mit unseren Kunden sprechen, dann teilen sie unsere Begeisterung. Sind erfreut über soviel Enthusiasmus und Engagement.

Und dann ?

Wir fragen dann, „wann soll es losgehen ?“ oder „was sind die nächsten Schritte ?“

Dann folgen in der Regel immer ganz viele Ausreden, etwas genau jetzt eben nicht zu tun:

– Im Moment ist es gerade schwierig, habe noch einige Kundenaufträge abzuarbeiten
– Ich bin gerade unterwegs, aber ich melde mich demnächst
– So wichtig ist es im Moment nicht, aber trotzdem sehr interessant

“Was alle Erfolgreichen miteinander verbindet, ist die Fähigkeit, den Graben zwischen Entschluss und Ausführung äußerst schmal zu halten.” – Peter Drucker

Oder man kann es auch so ausdrücken:

Es war einmal ein Holzfäller, der bei einer Holzgesellschaft um Arbeit vorsprach.
Das Gehalt war in Ordnung, die Arbeitsbedingungen verlockend, also wollte der
Holzfäller einen guten Eindruck hinterlassen.
Am ersten Tag meldete er sich beim Vorarbeiter, der ihm eine Axt gab und ihm einen
bestimmten Bereich im Wald zuwies. Begeistert machte sich der Holzfäller an die Arbeit. An einem einzigen Tag fällte er achtzehn Bäume.
„Herzlichen Glückwunsch“, sagte der Vorarbeiter. „Weiter so.“
Angestachelt von den Worten des Vorarbeiters, beschloss der Holzfäller, am nächsten Tag das Ergebnis seiner Arbeit noch zu übertreffen. Also legte er sich in dieser Nacht früh ins Bett.
Am nächsten Morgen stand er vor allen anderen auf und ging in den Wald. Trotz aller Anstrengung gelang es ihm aber nicht, mehr als fünfzehn Bäume zu fällen.
„Ich muss müde sein“, dachte er. Und beschloss, an diesem Tag gleich nach Sonnenuntergang schlafen zu gehen.
Im Morgengrauen erwachte er mit dem Entschluss, heute seine Marke von achtzehn
Bäumen zu übertreffen. Er schaffte nicht einmal die Hälfte.
Am nächsten Tag waren es nur sieben Bäume, und am übernächsten fünf, seinen
letzten Tag verbrachte er fast vollständig damit, einen zweiten Baum zu fällen.
In Sorge darüber, was wohl der Vorarbeiter dazu sagen würde, trat der Holzfäller vor
ihn hin, erzählte, was passiert war, und schwor Stein und Bein, dass er geschuftet hatte bis zum Umfallen.
Der Vorarbeiter fragte ihn: „Wann hast du denn deine Axt das letzte Mal geschärft?“
„Die Axt schärfen? Dazu hatte ich keine Zeit, ich war zu sehr damit beschäftigt, Bäume zu fällen.“

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